Opa Willi Lösungen - Reparaturarbeiten an der Gegensprechanlage

Es gibt so Tage, da gehen einem die gefrickelten Dinge in der angemieteten Wohnung so dermaßen auf den Geist, dass man diesen Zustand dringend verändern muss. So zum Beispiel nervt mich die seit Beginn an halbdefekte Gegensprechanlage, die nur noch am sprichwörtlichen seidenen Faden hängt (einer langen, einfach in die Sandsteinwand gedrehten Schraube) und dessen Telefonhörer mit Tesafilm mundtot gemacht wurde, weil sonst das ganze Gebilde mit lautem Krach runterfallen würde.

Ich habe also heute beschlossen, diesen Zustand zu ändern. Das Gerät wurde abgebaut, drei ordentliche Löcher gebohrt, diese anständig verdübelt und das Teil wieder angeschraubt. Blöderweise ist an diesem spröden Ding bei dem ersten Hauch einer Annäherung die zweite "Gabel" abgebrochen, so dass der Telefonhörer nun gar nicht mehr hält. Immerhin hängt das ganze Bauteil nun bombenfest an der Wand. So richtig besser ist der jetzige Zustand aber auch nicht. Eigentlich sollte mit dem Thema endlich mal abgeschlossen werden und das Anlage so funktionieren, wie vorgesehen. Da ich heute eh in Bastlerlaune (ich sehe meinen Mann "oh-oh!!" denken) war, bin ich immer noch guter Laune mit den Kids in den Baumarkt gefahren, habe mich "beraten" lassen und eine angeblich universal einsetzbare Gegensprechanlage gekauft. Mit dem guten Gefühl, dass alles so einfach ging, bin ich nach Hause und habe mich voller Tatendrang dran gemacht, das alte Ding wieder auseinanderzunehmen, die Kabel fein säuberlich rauszumachen, das neue Gerät auszupacken und....

...f!"§$%& - Das sind ja nun gar nicht mehr 7 Kabel, sondern nur 3!

"Ach was, das geht schon irgendwie", denke ich mir. So viele Kombinationen gibts ja nicht...ich probier einfach mal aus, wie sich die neue Anlage so verhält, wenn ich die Kabel mal einfach durchprobiere. An dieser Stelle sehe ich Jan (mindestens gedanklich) die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ;-) .

Meine Steckversuche haben aber irgendwie alle keine Auswirkung. - Der Frustfaktor steigt analog zum Geschrei der Kinder.

Jetzt mach ich erstmal ein Foto von der Kabelkrake - Dokumentation ist alles - dann fahr ich zu meinem heutigen Verwandtschafts-Pflichttermin.

Den Bauch voll, die Stimmung nicht besser (im Gegenteil), komm ich wieder nach Hause mit der Vermutung, dass das alles so nicht sein/ und gehen kann mit dieser angeblichen Universalgegensprechanlage. Onkel Google verstärkt meine Vermutung und die leicht zynischen Bemerkungen eines Freundes am Telefon beenden schließlich mein Vorhaben.

Immerhin schaffe ich es, das olle Ding wieder funktionsfähig anzuschließen (ja, wirklich, ich hab mir halbwegs merken können, wo welches Kabel rein muss!!!) - wobei mir auffällt, dass die eine Taste gar nicht belegt ist. War sie vorher aber auch nicht. Die Taste sollte wohl regeln, dass man erst auf Knopfdruck mit dem anderen sprechen kann, oder sie ist für Licht etc. gedacht - was weiss ich, bin ja kein Elektriker :-D. Egal, keine Experimente mehr für heute.

Den unsäglichen Tesafilm ersetze ich aber noch durch einen Gummi. Hält gut und man könnte sogar wieder den Hörer benutzen.

Als ich mir das Ding mit dem Gummi so anschaue, muss ich leicht schmunzeln. Ich habe jetzt eine 'Opa-Willi-Lösung'.
"Gummi dran - hält ein Leben lang!"...oder so ähnlich!

Und hey, das baugleiche Modell Haustelefon finde ich sogar erschwinglich bei Ebay...Toll...Ende gut alles gut...könnte man meinen.

Aber wie das bei aktuellen Kinofilmen gerne gemacht wird: Immer schön das Ende irgendwie offen halten. - Es könnte ja noch einen zweiten Teil geben; so auch bei mir:
Als ich nach dem Aufräumen das Licht einschalte, knallt die letzte Halogenlampe der vordere Deckenleuchte im Flur in unmittelbarer Nähe der Gegensprechanlage durch und die entsprechende Sicherung fliegt raus...


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